Häufige Fragen zu Mimikama SOS

Mimikama SOS ist eine anonyme Orientierungshilfe bei digitalen Vorfällen. Die FAQ erklärt, wann das Tool hilft, welche Grenzen es hat und welche ersten Schritte bei typischen Fällen sinnvoll sind.

Mimikama SOS ist eine anonyme Orientierungshilfe bei digitalen Vorfällen. Diese FAQ erklärt, wann das Tool hilft, welche Grenzen es hat und welche ersten Schritte bei typischen Fällen sinnvoll sind.

Themen-Ratgeber

Wenn du genau weißt, worum es geht, findest du hier ausführliche Anleitungen pro Themenbereich:

Konto gehackt
E-Mail, Facebook, Instagram, Apple, Microsoft – was zuerst tun?
Phishing
Verdächtige Mail, SMS, WhatsApp, QR-Code, Anruf mit Druck
Fake-Shop
Bezahlt und nichts bekommen – was jetzt zählt
Sextortion
Erpressung mit intimen Bildern oder Videos
Romance-Scam
Liebesbetrug erkennen und richtig reagieren
Anlagebetrug & Krypto-Scam
Fake-Trading, Auszahlungssperren, Recovery-Scam
Identitätsdiebstahl
Fremde Mahnungen, Verträge, Datenmissbrauch
Fake News prüfen
Virale Behauptungen, Bilder, Kettenbriefe einordnen
Deepfake & KI-Bild
KI-generierte Inhalte und Manipulationen prüfen
Cybermobbing & Doxxing
Hass, Bedrohung, Stalkerware

Unsicher, welcher Fall passt? Starte Mimikama SOS – das Tool führt dich Schritt für Schritt zum nächsten sinnvollen Handeln.

Mimikama SOS starten

Häufige Fragen

Was ist Mimikama SOS?

Mimikama SOS ist eine digitale Ersthilfe bei Online-Betrug, Fake News, Konto-Hack, Sextortion, Cybermobbing und anderen digitalen Vorfällen. Das Tool stellt einfache Fragen, sortiert deinen Fall und zeigt dir den nächsten sinnvollen Schritt. Es ist anonym, kostenlos und ohne Login nutzbar. Mimikama SOS ersetzt keine Polizei, keine Bank, keine Plattform-Hilfe und keine Opferhilfe, sondern führt dich zu den jeweils zuständigen Stellen.

Speichert Mimikama SOS meine Antworten?

Nein. Deine Antworten werden nicht gespeichert und nicht an Mimikama übertragen. Wir sehen keine Eingaben und können sie nicht mit dir in Verbindung bringen. Aus Gründen der Reichweitenmessung zählen wir nur anonyme Tagesnutzungen (z. B. wie oft die App geöffnet wurde), ohne IP, ohne User-Agent, ohne Cookies. Details stehen in der Datenschutzerklärung.

Ersetzt Mimikama SOS Polizei, Notruf, Bank oder Rechtsberatung?

Nein. Mimikama SOS ist eine Orientierungshilfe. Es hilft beim Sortieren des Falls und beim Finden der nächsten sinnvollen Schritte. Bei akuter Gefahr ist die Polizei oder der Notruf zuständig. Bei Zahlungsproblemen die Bank. Bei Plattform-Themen der jeweilige Anbieter. Bei rechtlichen Fragen die fachkundige Rechtsberatung.

Was tun, wenn mein Konto gehackt wurde?

Sichere zuerst dein E-Mail-Konto, da darüber meist alle anderen Konten zurückgesetzt werden können. Ändere das Passwort von einem sicheren Gerät, aktiviere den Zwei-Faktor-Schutz und melde fremde Sitzungen ab. Nutze die offizielle Wiederherstellungsseite der jeweiligen Plattform. Sichere Beweise, wenn vom Konto aus Nachrichten oder Geld an andere geflossen sind.

Was tun bei Phishing oder verdächtiger SMS?

Klicke keine Links an, gib keine Daten und keine Codes ein. Sichere die Nachricht als Screenshot mit Absender, Datum und Uhrzeit. Wenn du bereits etwas eingegeben hast, ändere sofort das betroffene Passwort und informiere den Anbieter. Bei Bankdaten oder Zahlungsapps kontaktiere sofort über die offizielle Banknummer aus deinem Online-Banking, nicht über Nummern aus der Nachricht.

Was tun bei Fake-Shop oder Zahlungsbetrug?

Kontaktiere deine Bank oder den Zahlungsanbieter offiziell, sichere alle Belege (Bestellbestätigung, Website-Screenshot, Impressum, Zahlungsbeleg, E-Mails) und leiste keine weiteren Zahlungen. Prüfe, ob Käuferschutz oder Chargeback in Frage kommt. Erstatte Anzeige, wenn Betrug naheliegt. Lass dich nicht auf nachträgliche Gebühren, Versandkosten oder Ausweiskopien ein.

Was tun bei Sextortion oder Erpressung mit Bildern?

Nicht zahlen, nicht antworten, keine weiteren Bilder schicken. Sichere Beweise (Profil, URL, Datum, Uhrzeit), melde das Profil bei der Plattform und schalte bei konkreter Bedrohung die Polizei ein. Wer minderjährig ist oder dessen intime Inhalte verbreitet wurden, kann die Dienste StopNCII und Take It Down nutzen. Hol dir Unterstützung – das ist niemals nur dein Problem allein.

Was tun bei Romance-Scam?

Brich den Kontakt ab und schicke kein weiteres Geld. Sichere Chats, Profilbilder und Zahlungsnachweise. Eine Bilder-Rückwärtssuche kann zeigen, ob Fotos gestohlen sind. Wenn Geld geflossen ist, kontaktiere deine Bank. Vorsicht vor sogenanntem Recovery-Scam – Personen, die gegen Bezahlung versprechen, dein Geld zurückzuholen, sind selbst Betrüger.

Was tun bei Anlagebetrug oder Krypto-Scam?

Stoppe alle weiteren Zahlungen sofort. Zahle keine Freigabegebühren, Steuern oder Mindestabhebungen – das ist ein typisches Muster, um noch mehr Geld zu fordern. Kontaktiere die Bank, sichere Beweise (Plattform-URL, Chats, Überweisungsbelege) und entferne Fernwartungsprogramme wie AnyDesk oder TeamViewer. Prüfe Warnungen von BaFin, FMA oder FINMA. Vorsicht vor Recovery-Scam.

Was tun bei Fake News, KI-Bildern oder Deepfakes?

Prüfe Quelle, Datum und Kontext der Behauptung. Nutze Bilder-Rückwärtssuche (z. B. Google Lens, TinEye). Vergleiche mit seriösen Quellen. Leite nichts weiter, was du nicht selbst geprüft hast – auch nicht „nur zur Warnung“. Wenn andere betroffen sein könnten, melde den Fall an Mimikama.

Was tun bei Cybermobbing, Doxxing oder Bedrohung?

Reagiere nicht impulsiv. Sichere Beweise (Profil, URL, Datum, Uhrzeit, Screenshot des Inhalts) und melde den Inhalt bei der Plattform. Informiere eine Vertrauensperson. Bei konkreter Gefahr schalte die Polizei ein. Bei Stalkerware-Verdacht (verdächtige Apps am Gerät) lass dir nicht weiterhelfen, ohne das Gerät vorher zu sichern.

Was mache ich, wenn ein Kind betroffen ist?

Bleib ruhig und gib dem Kind nicht das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Sichere Beweise, bevor du das Kind blockierst oder den Chat verlässt. Beziehe Hilfsstellen ein – in Österreich Rat auf Draht 147, in Deutschland Nummer gegen Kummer 116 111, in der Schweiz Pro Juventute 147. Bei Grooming oder sexuellen Inhalten ist die Polizei zuständig.

Wann sollte ich den Fall an Mimikama melden?

Immer dann, wenn eine Falschmeldung, eine Betrugsmasche oder eine virale Behauptung gerade kursiert und andere Menschen betroffen sein könnten. Mimikama kann den Fall einordnen, davor warnen und andere informieren. Mimikama kann allerdings keine Konten sperren, kein Geld zurückholen und keine Anzeigen erstatten.

Für welche Länder ist Mimikama SOS gedacht?

Mimikama SOS ist für Österreich, Deutschland und die Schweiz gedacht. Hinweise zu Behörden, Notrufnummern und Hilfsstellen können je nach Land unterschiedlich sein. Wo es relevant ist, weisen wir auf die jeweiligen offiziellen Stellen pro Land hin.

Ist Mimikama SOS kostenlos?

Ja, vollständig kostenlos. Es gibt keinen Login, keinen Account, keine Datenspeicherung und keine versteckten Kosten. Mimikama ist ein gemeinnütziger Verein und finanziert sich über Spenden und Steady-/Patreon-Mitgliedschaften. Wenn dir die Arbeit gefällt, kannst du Mimikama unterstützen.

Was mache ich bei akuter Gefahr?

Bei unmittelbarer Gefahr für Leben oder Sicherheit ist der Notruf zuständig: Polizei 133 (AT), 110 (DE), 117 (CH) oder die einheitliche europäische Nummer 112. Mimikama SOS ist kein Notrufdienst. Das Tool kann dir helfen den Fall einzuordnen, aber Hilfe bei akuter Bedrohung leistet die Polizei oder eine zuständige Stelle.