- Nicht impulsiv antworten.
- Beweise sichern.
- Profil, URL, Datum und Uhrzeit dokumentieren.
- Plattform melden.
- Vertrauensperson informieren.
- Bei konkreter Gefahr Polizei einschalten.
Unsicher, welcher Fall passt? Starte Mimikama SOS – das Tool führt dich Schritt für Schritt zum nächsten sinnvollen Handeln.
Mimikama SOS startenWas ist passiert?
Cybermobbing reicht von gezielten Beleidigungen über koordinierte Hass-Kampagnen bis hin zur Veröffentlichung privater Daten (Doxxing). Was alle Formen gemeinsam haben: sie sind real belastend, und sie sind selten Einzelfälle – meist sind mehrere Personen oder ein wiederkehrendes Muster involviert.
Was du jetzt tun solltest
- Atme einmal durch. Nicht impulsiv reagieren – das verstärkt oft die Dynamik.
- Beweise sichern, bevor du blockierst. Screenshot mit URL, Profilname, Datum, Uhrzeit. Bei Veröffentlichung privater Daten: auch die verlinkten Inhalte selbst dokumentieren.
- Plattform melden. Jede große Plattform hat Schnellmelde-Pfade für Hass, Bedrohung, Doxxing.
- Vertrauensperson informieren. Eltern, Lehrkraft, Freundeskreis, Arbeitskolleg:in.
- Bei konkreter Drohung Polizei. Bedrohung, Stalking, Volksverhetzung sind Straftaten.
- Bei Stalkerware-Verdacht (verdächtige Apps am Gerät, jemand weiß scheinbar zu viel über deine Aktivitäten): Gerät nicht selbst „aufräumen“. Beweise erst sichern, dann Hilfe holen.
Was du nicht tun solltest
- Nicht öffentlich eskalieren – das macht den Akteuren Reichweite.
- Nicht ohne Beweissicherung blockieren – das macht spätere Anzeigen schwieriger.
- Keine privaten Daten weiter verbreiten – auch nicht „zur Aufklärung“.
- Nicht allein bleiben. Cybermobbing ist belastend, und das ist kein Schwächezeichen.
Wann Bank, Polizei, Plattform oder Hilfsstelle zuständig sind
Plattform: Schnellmelde-Pfade nutzen, Konto melden, Inhalte entfernen lassen.
Polizei: bei Bedrohung, Stalking, Volksverhetzung, Doxxing mit Aufrufen zu Gewalt.
Opferhilfe: für psychosoziale Begleitung und Beratung zu rechtlichen Optionen.
HateAid (Deutschland): spezialisiert auf digitale Gewalt, oft auch mit juristischer Begleitung.
Welche Belege du sichern solltest
- Profilnamen, URLs, Datum, Uhrzeit jeder Bedrohung oder Beleidigung
- Vollständige Screenshots (mit URL-Leiste sichtbar)
- Ggf. Sprachnachrichten oder Videos
- Bei Doxxing: alle veröffentlichten Daten und Quellen
- Bei Stalkerware-Verdacht: Liste auffälliger Apps, vor jeglicher Deinstallation Screenshots
Offizielle Hilfe-Links
- ZARA · Beratung gegen Hass im Netz (AT)
- HateAid · Digitale Gewalt (DE)
- REspect! · Meldestelle Hass im Netz (DE)
- #NetzCourage · Beratung Hassrede (CH)
- Weisser Ring Deutschland
- Weisser Ring Österreich
- Opferhilfe Schweiz
- Saferinternet (AT, für Jugendliche)
- Stop Stalkerware
Unsicher, welcher Fall passt? Starte Mimikama SOS – das Tool führt dich Schritt für Schritt zum nächsten sinnvollen Handeln.
Mimikama SOS startenHäufige Fragen
Was ist Cybermobbing?
Cybermobbing umfasst wiederholte gezielte Angriffe online – Beleidigungen, Demütigungen, Ausgrenzung, Drohungen. Es trifft Erwachsene und Jugendliche, im privaten wie im beruflichen Umfeld.
Was ist Doxxing?
Doxxing bezeichnet das öffentliche Veröffentlichen privater Daten (Adresse, Arbeitsplatz, Telefonnummer, Familienangehörige) mit dem Ziel, eine Person zu schädigen, einzuschüchtern oder zur Zielscheibe für andere zu machen.
Was tun bei Drohungen?
Drohungen sind in den meisten Ländern strafbar. Beweise sichern (Screenshot mit URL und Datum), Plattform melden, Polizei einschalten. Bei konkreter Gefahr für Leib und Leben sofort Notruf.
Was tun, wenn private Daten veröffentlicht wurden?
Sofort Plattform melden – jede große Plattform entfernt veröffentlichte Privatdaten in der Regel zügig. Bei Suchmaschinen: Antrag auf Auslistung. Bei strafbarer Verbreitung: Anzeige.
Was tun bei Stalkerware-Verdacht?
Vorsicht: das Gerät nicht sofort „aufräumen“. Wer das Gerät überwacht, könnte das mitbekommen. Erst Beweise sichern und Hilfe holen (Stop Stalkerware, Opferhilfe). Bei akuter Gefahr in einem sicheren Umfeld ein neues, unangetastetes Gerät nutzen.
Wann Polizei einschalten?
Bei Drohung, Stalking, Volksverhetzung, Doxxing mit Gewaltaufrufen, Verbreitung von intimen Bildern oder bei wiederholten gezielten Angriffen. Eine Anzeige hilft auch dann, wenn die direkten Erfolgsaussichten unklar sind – sie dokumentiert das Muster.