- Schicke kein weiteres Geld.
- Brich den Kontakt ab.
- Sichere Beweise – Chats, Profilbilder, Zahlungsnachweise.
- Mache eine Bilder-Rückwärtssuche.
- Kontaktiere die Bank, wenn Geld geflossen ist.
- Vorsicht vor Recovery-Scam.
Unsicher, welcher Fall passt? Starte Mimikama SOS – das Tool führt dich Schritt für Schritt zum nächsten sinnvollen Handeln.
Mimikama SOS startenWas ist passiert?
Romance-Scam (Liebesbetrug) ist eine besonders perfide Masche, weil sie über lange Zeit aufgebaut wird. Die Täter geben sich als attraktive Person aus, oft mit erfundenem Beruf (Soldat, Ingenieur auf Bohrinsel, Arzt im Ausland), und bauen über Wochen oder Monate Vertrauen auf. Sobald die emotionale Bindung steht, kommt der Geldwunsch – mit „Notfall“, „Krankheit“, „Visum“ oder „Investmentchance“ als Vorwand.
Das ist nicht deine Schuld. Romance-Scam ist eine professionelle Manipulation, die gezielt einsame oder emotional offene Menschen anspricht.
Was du jetzt tun solltest
- Stoppe alle Zahlungen sofort. Jede weitere Überweisung wird ein „letzter Notfall“ sein.
- Brich den Kontakt ab. Du musst keine Erklärung abgeben, keine Rechtfertigung. Blockieren ist erlaubt.
- Sichere Beweise, bevor du blockierst: Chats exportieren, Profilbilder speichern, Zahlungsnachweise sammeln.
- Bilder-Rückwärtssuche – Google Lens, TinEye. Findest du dieselben Bilder auf anderen Profilen oder Bestandsfotos-Seiten, war es Scam.
- Bank kontaktieren, wenn Geld geflossen ist. Bei sehr schneller Reaktion ist manchmal ein Rückruf möglich.
- Anzeige bei der Polizei. Auch wenn die Erfolgsaussichten gering sind – die Anzeige hilft Statistik und Vergleichsfällen.
- Hol dir Unterstützung. Romance-Scam ist auch emotional schwer. Opferhilfe-Stellen kennen das Phänomen und sprechen ohne Vorurteil.
Was du nicht tun solltest
- Nicht diskutieren. Die Täter sind geschult darin, jeden Einwand zu entkräften.
- Keine Ausweiskopien senden – auch nicht „nur als Bestätigung“.
- Keine Gutscheinkarten, kein Krypto, keine Überweisungen mehr.
- Niemandem Geld zahlen, der angeblich dein Geld zurückholt – das ist Recovery-Scam.
Wann Bank, Polizei, Plattform oder Hilfsstelle zuständig sind
Bank: für mögliche Rückbuchung und für Schutz vor weiteren Abbuchungen.
Polizei: für die Anzeige.
Plattform: Profil melden, damit andere geschützt werden.
Opferhilfe: für psychosoziale Begleitung. Romance-Scam-Opfer fühlen sich oft doppelt belastet – durch finanziellen Schaden und durch emotionalen Verrat.
Welche Belege du sichern solltest
- Chat-Verlauf (vollständig exportiert)
- Profilbilder mit URL und Datum
- Sprachnachrichten, falls vorhanden
- Zahlungsnachweise (Bank, PayPal, Krypto-Wallet, Gutscheinkarten-Codes)
- Empfänger-Adressen und Begründungstexte für die Zahlungen
Offizielle Hilfe-Links
- Google Lens (Bilder-Rückwärtssuche)
- TinEye (Bilder-Rückwärtssuche)
- Weisser Ring Deutschland
- Weisser Ring Österreich
- Opferhilfe Schweiz
Unsicher, welcher Fall passt? Starte Mimikama SOS – das Tool führt dich Schritt für Schritt zum nächsten sinnvollen Handeln.
Mimikama SOS startenHäufige Fragen
Woran erkenne ich Romance-Scam?
Typische Muster: schnelle Liebesbekundungen, lebt im Ausland mit unverbindlichem Beruf (Soldat, Ölplattform, Arzt), kann nie persönlich treffen, plötzliche Notfälle, Druck zur Geheimhaltung. Die Bilder sind oft gestohlen – Rückwärtssuche hilft.
Warum wirkt die Person so echt?
Romance-Scam wird professionell betrieben, oft von ganzen Teams mit Skripten und Übersetzungstools. Die Geschichten sind durchdacht und an deine Reaktionen angepasst. Das ist keine spontane Erfindung – das ist Arbeit.
Was tun, wenn Geld geflossen ist?
Sofort Bank kontaktieren – je schneller, desto eher kann etwas zurückgeholt werden. Anzeige erstatten. Belege sichern. Bei größerem Schaden möglicherweise auch zivilrechtliche Schritte prüfen.
Was ist Recovery-Scam?
Recovery-Scam sind Betrüger, die sich nach dem ersten Betrug bei dir melden und versprechen, gegen Vorab-Gebühr „dein Geld zurückzuholen“. Das ist die zweite Welle der gleichen Masche. Niemand legitimes verlangt Vorab-Gebühren.
Soll ich Anzeige erstatten?
Ja, auch wenn die Erfolgsaussichten gering sind. Die Anzeige dokumentiert den Vorfall und hilft bei statistischer Erfassung, Versicherungsfragen oder zivilrechtlichen Schritten. Außerdem schützt sie andere potenzielle Opfer.