- Stoppe alle Zahlungen sofort.
- Zahle keine Freigabegebühren, Steuern oder Mindestabhebungen.
- Kontaktiere Bank oder Zahlungsanbieter offiziell.
- Sichere Beweise – Plattform-URL, Chats, Überweisungsbelege.
- Entferne Fernwartungssoftware wie AnyDesk, TeamViewer oder RustDesk.
- Bereite eine Anzeige vor.
- Vorsicht vor Recovery-Scam.
Unsicher, welcher Fall passt? Starte Mimikama SOS – das Tool führt dich Schritt für Schritt zum nächsten sinnvollen Handeln.
Mimikama SOS startenWas ist passiert?
Anlagebetrug funktioniert meist über gefälschte Trading-Plattformen, die wie professionelle Broker aussehen. Anfangs sieht alles gut aus: kleine Einzahlungen wachsen scheinbar schnell an, das Dashboard zeigt Gewinne, ein „persönlicher Berater“ spricht in fließendem Deutsch. Beim Auszahlungsversuch beginnen die Probleme – plötzlich „Steuern“, „Freigabegebühren“ oder „Mindestabhebungen“ werden verlangt. Jede Zahlung führt zur nächsten Forderung.
Krypto-Scams folgen oft demselben Muster, manchmal kombiniert mit Romance-Scam: eine emotionale Bindung wird aufgebaut, dann auf eine „großartige Investment-Möglichkeit“ hingewiesen.
Was du jetzt tun solltest
- Keine weiteren Zahlungen. Auch nicht für „Steuern“, „Freigabe“, „Compliance“ oder „Mindestabhebung“. Das sind alles Begriffe der Masche.
- Bank kontaktieren, wenn Geld geflossen ist. Bei Überweisungen ist Schnelligkeit entscheidend.
- Beweise sichern: Plattform-URL, Login-Daten (nicht Passwort), Dashboard-Screenshots, E-Mails, Chats, Zahlungsbelege, Namen der Berater.
- Fernwartung entfernen. Wenn dir jemand am Telefon AnyDesk, TeamViewer, RustDesk oder ähnliches installieren ließ – deinstallieren, Gerät vom Internet trennen, idealerweise professionell prüfen lassen.
- BaFin / FMA / FINMA-Warnliste prüfen. Viele Fake-Broker stehen dort.
- Anzeige bei der Polizei.
- Recovery-Scam ignorieren. Wer dich nach dem Verlust kontaktiert und Geldrückholung verspricht, ist Teil der gleichen Masche.
Was du nicht tun solltest
- Keine Fernwartung erlauben – nicht AnyDesk, nicht TeamViewer, nicht RustDesk.
- Keine Wallet-Seed-Phrasen oder Private Keys weitergeben – nie und niemandem.
- Keine zusätzlichen Ausweisscans nachreichen.
- Keine privaten Geld-zurück-Helfer bezahlen, die per Mail oder Anruf werben.
Wann Bank, Polizei, Plattform oder Hilfsstelle zuständig sind
Bank: Rückbuchung prüfen, weitere Abbuchungen sperren, Beratung.
Polizei: Anzeige.
BaFin (DE) / FMA (AT) / FINMA (CH): Aufsichtsbehörden – prüfen, ob die Plattform auf der Warnliste steht.
Opferhilfe: psychosoziale Begleitung, gerade bei größerem Schaden.
Welche Belege du sichern solltest
- Plattform-URL, Logo, Login-Maske als Screenshot
- Dashboard mit den gefälschten „Gewinnen“
- Alle Mails und Chatverläufe mit Beratern
- Überweisungs- oder Krypto-Transaktionsbelege
- Wallet-Adressen der Empfänger
- Telefonnummern und Namen der „Mitarbeiter“
Offizielle Hilfe-Links
- BaFin-Warnmeldungen (Deutschland)
- FMA-Warnungen (Österreich)
- FINMA-Warnliste (Schweiz)
- Weisser Ring Deutschland
- Weisser Ring Österreich
- Opferhilfe Schweiz
Unsicher, welcher Fall passt? Starte Mimikama SOS – das Tool führt dich Schritt für Schritt zum nächsten sinnvollen Handeln.
Mimikama SOS startenHäufige Fragen
Warum kann ich nicht auszahlen?
Weil die Plattform keine echte Plattform ist. Die gezeigten Gewinne sind reine Zahlen im Dashboard, ohne dahinter stehendes Geld. Die „Auszahlungsprobleme“ sind kalkuliert, um weitere Zahlungen zu erpressen.
Sind Freigabegebühren normal?
Nein. Kein seriöser Broker verlangt vor einer Auszahlung Steuern, Compliance-Gebühren, Mindestabhebungen oder Freigaben. Das sind eindeutige Warnsignale für Betrug.
Kann Krypto zurückgeholt werden?
Selten und nur in sehr frühen Phasen, wenn die Transaktion noch nicht bestätigt ist. In aller Regel sind Krypto-Transaktionen unumkehrbar. Spezialisierte Recovery-Dienste werben damit, aber Vorsicht: viele davon sind selbst Recovery-Scam.
Was ist Recovery-Scam?
Recovery-Scam sind Folgebetrüger, die sich nach dem ersten Betrug melden – manchmal mit gestohlenen Daten von der Original-Plattform – und gegen Vorab-Gebühr „Geld zurückholen“ wollen. Das ist die zweite Stufe der gleichen Masche.
Was tun bei Fernwartung?
Sofort die App deinstallieren, das Gerät vom Internet trennen, Passwörter wichtiger Konten (Bank, Mail) von einem anderen Gerät aus ändern und das Gerät professionell prüfen lassen. Bei Banking-Apps unbedingt zusätzlich die Bank informieren.