Fake-Shop – was du tun solltest, wenn du bezahlt hast und nichts bekommst

Wenn ein Online-Shop nach der Bezahlung nicht liefert, plötzlich nicht erreichbar ist oder Nachforderungen kommen, ist Vorsicht angebracht. Diese Schritte helfen, den Schaden zu begrenzen.

Das solltest du jetzt tun

Unsicher, welcher Fall passt? Starte Mimikama SOS – das Tool führt dich Schritt für Schritt zum nächsten sinnvollen Handeln.

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Was ist passiert?

Fake-Shops sehen oft täuschend echt aus: professionelles Design, gestohlene Produktfotos, Fake-Bewertungen, manchmal sogar kopierte Impressumsangaben. Erkennbar werden sie meist erst nach der Zahlung – die Ware kommt nicht, Mails werden nicht beantwortet, die Seite verschwindet.

Was du jetzt tun solltest

  1. Belege zusammensammeln: Bestellung, Zahlung, Korrespondenz, Website-Screenshot inkl. URL und Datum.
  2. Bank/Zahlungsanbieter informieren – je nach Zahlungsart unterschiedliche Möglichkeiten:
    • Kreditkarte: Chargeback-Antrag bei deiner Bank.
    • PayPal: Käuferschutz-Fall öffnen.
    • Klarna/Sofortüberweisung: deinen Anbieter kontaktieren.
    • Direktüberweisung: schnelle Bank-Rücksprache, eventuell Rückruf möglich.
  3. Keine weiteren Zahlungen – Fake-Shops verlangen oft Zusatzgebühren, „Versandkosten“ oder „Zoll“.
  4. Anzeige prüfen – online über die Polizei deines Landes oder direkt am nächsten Wachzimmer.

Was du nicht tun solltest

Das solltest du nicht tun

Wann Bank, Polizei, Plattform oder Hilfsstelle zuständig sind

Bank/Zahlungsanbieter: erste Anlaufstelle für Rückbuchung/Chargeback.

Polizei: für die Anzeige. Auch wenn die Erfolgsaussichten gering sind – die Dokumentation hilft Statistik, Vergleichsfällen und ggf. Schadensersatz.

Verbraucherzentralen: AT, DE, CH haben jeweils Beratungsstellen, die bei Vertragsfragen weiterhelfen.

Welche Belege du sichern solltest

Offizielle Hilfe-Links

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Häufige Fragen

Wie erkenne ich einen Fake-Shop?

Warnzeichen sind: nur Vorkasse möglich, sehr günstige Preise, fehlerhafte Sprache, ungewöhnliche Domain (z. B. .top, .shop mit kryptischen Buchstaben), fehlendes oder kopiertes Impressum, keine echten Bewertungen, kein realer Firmensitz.

Was tun bei Überweisung?

Sofort die Bank kontaktieren. Bei sehr schneller Reaktion (Stunden, nicht Tage) ist manchmal noch ein Rückruf möglich, danach in der Regel nicht mehr. Anzeige erstatten.

Was tun bei Kreditkarte?

Chargeback-Antrag bei deiner Bank stellen. Die Bank prüft den Fall und kann die Buchung zurückrollen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Belege beilegen.

Was tun bei PayPal?

Im PayPal-Konto den Käuferschutz-Fall öffnen. PayPal prüft den Fall innerhalb weniger Werktage und entscheidet über die Rückerstattung.

Bringt eine Anzeige etwas?

Die direkten Erfolgsaussichten sind oft gering – Täter sitzen meist im Ausland. Aber: die Anzeige hilft bei Vergleichsfällen, statistischer Erfassung und kann bei Versicherungen oder Bankprüfungen relevant sein.